Rückenschmerzen - Facettendenervation

Was sind Facettengelenke?

An der Wirbelsäule befinden sich insgesamt 23 paarig angeordnete Wirbelgelenke. Jeder Wirbel hat jeweils 2 obere und untere Gelenkfortsätze, die von einer Gelenkkapsel umhüllt sind. Der untere Gelenkfortsatz des oberen Wirbels bildet mit dem oberen Gelenkfortsatz des unteren Wirbels ein so genanntes Zwischenwirbelgelenk (Facettengelenk).

Schmerzen der Facettengelenke werden häufig durch Betroffene als Rückenschmerzen beschrieben, die sich verschlimmern, wenn man sich zurückbeugt oder dreht. Der Schmerz kann dumpf oder stechend sein, dauernd oder pulsierend auftreten und mit muskulären Verspannungen und Muskelkrämpfen einhergehen. Die betroffenen Gelenke können berührungsempfindlich sein und es kann eine Schmerzausstrahlung in die Beine entstehen bzw. im Hüft-/ Gesäßbereich spürbar sein.

Die Schmerzausstrahlung sollte jedoch nur bis zum Kniebereich reichen. Neurologischen Defizite müssen ausgeschlossen sein, da sie andere Ursachen haben. Eine Röntgenaufnahme, eine Schichtbilddiagnostik (MRT/CT) sowie  ggf. eine neurologische Bewertung/Messung der Nervenströme  ist deshalb sinnvoll.

Es kommt meist zu einer Schmerzverstärkung in Ruhe (in jeder Position: Stand, Sitzen, Liegen); zu einer Schmerzabnahme bei Bewegung. Morgensteifigkeit und nächtliches Aufwachen beim Umdrehen im Bett sind nicht selten. Die verspannte Muskulatur im unteren Lendenbereich ist druckschmerzhaft.

Was sind die Ursachen?

Die Rückenschmerzen entstehen häufig infolge eines Verschleisses an den Bandscheiben und den Facetten, den man im Röntgen, CT oder einer MRT feststellen kann. Es kommt zu entzündlichen Veränderungen an den Gelenken mit dem Bild der Arthrose der Facettengelenke (Spondylarthrose).

Dies führt zu sekundären Muskelverspannungen, Schonhaltungen und dem typischen Kreuzschmerz. Das Beschwerdebild wird als Facettensyndrom bezeichnet. Die Therapie erfolgt zunächst medikamentös (z. B. Ibuprofen oder Diclofenac) kombiniert mit Krankengymnastik und lokalen Injektionen an die Facettengelenken (so genannte Facettenblockaden). Die Wirkung ist häufig jedoch nur zeitweilig. Soll ein nachhaltiger Effekt erreicht werden, so besteht die Möglichkeit der Facettendenervation.

Die Facettendenervation

Die Nerven, die den Schmerz an die Facettengelenken weiterleiten werden verödet. Die Schmerzwahrnehmung wird so verhindert. Die eigentliche Ursache der Schmerzes wird hierdurch allerdings nicht behandelt.

Verschiedene Möglichkeiten der Facettendenervation

1. chemisch
2. mittels Vereisung, die so genannten Kryotherapie
3. mittels Strom, die so genannte Thermokoagulation

Ablauf der Facettendenervation

Die Facettendenervation mittels Thermoagulation findet im sterilen Raum, OP oder reinem Eingriffsraum statt. Zuerst wird die Wirbelsäule optimal eingestellt und lokal betäubt. Anschließend erfolgt die Punktion und die röntgenologische Kontrolle der Lage der Kanüle. Anschließend erfolgt nach elektron. Prüfung der Lage die Verödung des Wirbelgelenk versorgenden Nervs, indem die Erhitzung auf 80 - 90° C gestartet wird. Abschließend wird noch Cortisol appliziert, um eine lokale Entzündungsreaktion zu verhindern.

 

Patienteninformation:                                                    

 3D /4D Wirbelsäulen- & Haltungsanalyse

DIERS formetric 4D

 

 

Liebe Patientin, lieber Patient,

 

Sie leiden unter Rückenschmerzen und möchten wissen, woher die Beschwerden kommen, wie man sie behandelt und was Sie selbst dagegen tun können? - Weil jeder Rückenschmerz ein Fall für sich ist und auch individuell behandelt werden sollte, ist eine genaue und gründliche Diagnostik vor und während der Therapie sehr wichtig. Bisher kamen dafür nur gesundheitlich bedenkliche Röntgen-aufnahmen in Frage. Für Ärzte war dies Grund genug nach Alternativen zu suchen, um eine unnötige Strahlenbelastung Ihres Körpers zu vermeiden. Das Ergebnis jahrelanger Forschung liegt nun vor:
Die auf Lichtprojektion beruhende Methode der 3D / 4D Wirbelsäulen- & Haltungsanalyse

 

Mögliche Anwendung

·       bei Rücken- und Wirbelsäulenproblemen

·       frühzeitiges Erkennen von Fehlhaltungen und Wirbelsäulenverkrümmungen (z.B. Skoliosen)

·       zur Vermessung von Beckenschiefständen

·       bei Erstuntersuchungen zur Ergänzung oder als Ersatz zum Röntgen

·       zur regelmäßigen Verlaufskontrolle von therapeutischen Maßnahmen

·       zur Anpassung von haltungskorrigierenden Einlagen und Schuhen

·       auch für Schwangere und Kinder geeignet, da strahlungsfrei

u.v.m.

Was ist die 3D-Wirbelsäulenanalyse?

Bei der 3D / 4D Wirbelsäulenvermessung handelt es sich um ein berührungsloses Messverfahren, das rein lichtoptisch funktioniert: Ein Linienraster wird auf den Rücken des Patienten projiziert und von einer Videokamera aufgezeichnet. Eine Computersoftware analysiert die Linienkrümmungen und generiert daraus ein drei-dimensionales  Abbild der Rückenoberfläche. Anhand dieses „virtuellen Gipsabdrucks“ des Rückens lässt sich der räumliche Verlauf der Wirbelsäule und die Stellung des Beckens rekonstruieren. Die Messung dauert nur wenige Sekunden und liefert dabei Informationen über die gesamte Körperstatik und Haltung, wie z.B.  Wirbelsäulenkrümmung, Wirbelkörperrotation, Beckenstellung und sogar muskuläre Dysbalancen.

Anschauliche Grafiken ermöglichen es dem behandelnden Arzt, den Patienten verständlich und ausführlich über die Ausgangssituation und die Therapiemöglichkeiten zu informieren, was sich meist sehr positiv auf den Heilungserfolg auswirkt.

Wie funktioniert die DIERS 3D/4D Vermessung?

Der Patient steht vor einer Aufnahmeeinrichtung, bestehend aus Videokamera und einem Projektor. Der Projektor wirft parallele Messlinien auf die Rückenoberfläche, die Videokamera gibt das dreidimensionale Muster an einen Computer weiter. Die Software wertet die gemessenen Daten

aus und ermittelt die Form des gesamten Rückens, der Wirbelsäule und die Stellung des Beckens.

Haltungskorrekturen können durch eine höhenverstellbare Plattform genau simuliert werden (Beinlängendifferenz, Wirbelsäulenaufrichtung usw.).

Bei Verlaufskontrollen ist die Veränderung zu früheren Aufnahmen am Computer darstellbar.

Es ist aufgrund umfangreicher wissenschaftlicher Studien möglich geworden, mit einem optischen Messverfahren, d.h. ohne jegliche Strahlenbelastung, dreidimensional Form und Lage der Wirbelsäule zu erfassen. Die Messergebnisse können Therapien unterstützen und führen in der Regel zu besseren Heilerfolgen.