Vorbeugung vor Fußkrankheiten

Die skizzierten Veränderungen des Fußes durch das ständige Tragen falschen Schuhwerks sind typische „Zivilisationsschäden“. Das Tragen fester Schuhe ist zwar nicht die alleinige Ursache von Fußschäden, begünstigt deren Auftreten aber ungemein. In Kulturen, wo weniger geschlossene, feste Schuhe als vielmehr Sandalen oder auch gar keine Schuhe getragen werden, sind Fußfehlhaltungen wesentlich seltener als in unserem westlichen Kulturkreis.

Dementsprechend kann zur Vorbeugung von Fußschäden empfohlen werden, den Füßen einen Ausgleich zu schaffen für die Zeit, die sie notwendigerweise in geschlossenes Schuhwerk „gezwungen“ werden. Regelmäßige Fußgymnastik, das Tragen von Sandalen oder das Barfußlaufen auf nicht zu hartem Untergrund können helfen, Fehlbalancen der Fußmuskulatur zu begegnen und im Alltag unterforderte Fußmuskeln zu kräftigen.

Bei rechtzeitigem Beginn können auf diese Weise auch Veränderungen, die bereits eingetreten oder im Entstehen begriffen sind, noch abgefedert werden. Sind diese Veränderungen schon weiter fortgeschritten, muss eine orthopädische Schuhversorgung einsetzen, die einerseits einen mechanischen Ausgleich vornimmt, indem sie die Gewichtsverteilung auf den Fuß „von außen“ normalisiert und andererseits durch eine geeignete Formung des Fußbettes den Fuß zur aktiven Mitarbeit angeregt.

 

Personen, die in Berufen arbeiten, in denen die Füße lange Zeit gleichartiger Belastung ausgesetzt sind, besonders „stehende Berufe“, ist in diesem Zusammen-hang eher zu raten, in der Freizeit die Füße mit abwechslungsreicher Tätigkeit wie Wanderungen jenseits asphaltierter Wege zu fordern, als dem Impuls nachzugeben, im Urlaub „einfach mal die Füße hochzulegen“.